Technik-Überblick · Stand 18.06.2026

Technischer Stand

Architektur, Rollout-Mechanik, Sicherheit und Roadmap für Schul-IT, Träger und Admins. Ziel: planbare Einführung, nachvollziehbare Sicherheit und klarer Betrieb im Schulalltag.

Paketbasierter Install-Flow Control Center aktiv Docker-basiert Agent Pull-Modell

Betrieb heute

Architektur & Betrieb

EduSlot läuft vollständig auf eigener Infrastruktur — on-premise oder bei einem deutschen Hoster. Die Plattform besteht aus drei klar getrennten Schichten: Schul-App, zentralem Control Center und einem leichtgewichtigen Agent pro Schule.

  • Self-Hosting: On-prem oder deutscher Hoster — keine Abhängigkeit von US-Cloud-Diensten.
  • Modularer Stack: Schul-App, Control Center und Agent als eigenständige Dienste mit definierten Schnittstellen.
  • Pull-Modell: Der Agent stellt ausgehende HTTPS-Verbindungen her — ohne eingehende Firewall-Öffnungen, geeignet für Schul-Netzwerke.
  • Paketbasierter Install-Flow: Neuinstallationen via /install.sh und school-app.tar.gz direkt aus dem Control Center — keine GitHub-Credentials auf Schulservern.
  • Versionierte Migrationen: Alle Datenbankänderungen laufen durch einen kontrollierten Migration-Runner — kein Ad-hoc-Schema-Drift im Betrieb.
  • Docker-Stack: Reproduzierbare Rollouts über klar definierte Env-Settings; Speichergrenzen pro Container verhindern unkontrollierte Ressourcenauslastung.
On-Prem / DE-Hoster Docker Compose Pull-Modell HTTPS Kein GitHub auf Schulserver Versionierte Migrationen

Rollout-Mechanik & Updatepfade

Updates werden zentral gesteuert und laufen kontrolliert durch definierte Phasen — mit Preflight, Backup, Snapshot und automatischem Rollback. Zwei Pfade stehen parallel bereit.

  • Zentrale Rollout-Steuerung: Einzelschule, Teilgruppe oder gesamte Flotte über das Deployment Center — ohne manuelle SSH-Sitzungen.
  • SSH-Pfad: Control Center baut das Paket und überträgt es per SFTP direkt auf den Zielserver — geeignet für Schulen ohne öffentliche Erreichbarkeit.
  • Webhook-Pfad: Schule lädt Paket per archive_url selbst vom Control Center — für Schulen mit offener Erreichbarkeit und eigenem Update-Timing.
  • Agent-Fortschritt: Statusrückmeldung je Rollout-Batch in Echtzeit — sichtbar im Deployment Center.
  • Update-Ablauf: Preflight-Prüfung → DB-Backup → Code-Snapshot → Docker-Rebuild → Health-Check → Freigabe. Rollback bei jedem Schritt automatisch auslösbar.
  • 502-Minimierung: Nginx und Health-Checks sind in den Recreate-Ablauf integriert — kurze Wartungsfenster statt langer Ausfallzeiten.
SSH + SFTP Webhook archive_url Preflight + Rollback Echtzeit-Status 502-Minimierung

Sicherheit & Compliance

Sicherheitsmaßnahmen sind architektonisch verankert — nicht nachträglich aufgesetzt. Von kryptografischen Lizenz-Signaturen bis zu CI-Sicherheitsgates läuft jeder Release durch definierte Prüfschritte.

  • Ed25519-Lizenzen: Jede Schullizenz ist kryptografisch signiert; Strict-Mode erzwingt Gültigkeit im Produktivbetrieb. Feature-Flags sind fail-closed — unbekannte Features standardmäßig gesperrt.
  • CSRF-Schutz: Kryptografische Tokens auf allen schreibenden Routen; Validierung per hmac.compare_digest (timing-sicher, kein Timing-Angriff möglich).
  • Backup-Härtung: Verpflichtende Fernet-Verschlüsselung mit separatem Schlüssel für neue Deployments, Zugriffskontrolle und protokollierte Backup-Zugriffe.
  • Sichere Installationsskripte: Token-gesicherte Ausführung; sensible Konfigurationen werden redigiert exportiert — keine Klartext-Credentials in Logs.
  • DSGVO-Funktionen: Auskunft (Art. 15), Löschung (Art. 17) und Export (Art. 20) direkt im Adminbereich; GdprAuditLog als anwendungsseitiges, append-only geführtes Protokoll.
  • CI-Sicherheitsgates: Dependency-Audit (pip-audit) und Secret-Pattern-Scan laufen automatisch bei jedem Release.
Ed25519-Signaturen CSRF hmac.compare_digest AES-Backup-Verschlüsselung DSGVO Art. 15/17/20 pip-audit CI-Gate

Qualität, Deployment & Support

Jeder Release folgt einem definierten Ablauf — von automatisierten Prüfschritten in der CI bis zum Go-Live-Runbook mit klaren Rollback-Kriterien. Einführungen werden gestaffelt empfohlen.

  • CI-Pipeline: Syntax-Prüfung, Unit-Tests und Deployment-Smoke-Checks laufen automatisch bei jedem Commit.
  • Go-Live-Runbook: Pflicht-Settings, Release-Sequenz und Rollback-Kriterien schriftlich dokumentiert — für reproduzierbare Erstinstallationen.
  • Pilot-first-Rollout: Empfohlene Reihenfolge: Control Center → Pilotschule → gestaffelte Ausbringung — reduziert Risiko bei größeren Schulträgern.
  • Buchungskern: DB-nahe Kapazitätsprüfung reduziert Race-Conditions bei Parallelzugriffen; Schülerkollisionen auf ID-Basis abgesichert.
  • Zentrale Lizenz- und Update-Steuerung: Mehrere Schulen über das Deployment Center verwaltbar — keine dezentralen Einzelinstallationen im Betrieb.
  • Verbesserte Buchungs-UX: Klarere Status-Anzeigen, stärkerer Kontrast und geführter Buchungsflow für Lehrkräfte und Schüler.
CI Pipeline Go-Live-Runbook Pilot-first Race-Condition-Härtung

Roadmap

Nächster Schritt Betriebsreife weiter erhöhen
  • Erweiterte Telemetrie- und Health-Signale für schnellere Incident-Diagnose im Schulbetrieb
  • Feinere Rollout-Kontrollen: Wellen, Wartungsfenster, explizite Freigabestufen
Kurzfristig Migrations- und Sicherheitsausbau
  • Weitere Extraktion verbliebener Inline-Migrationen in den versionierten Runner
  • Feingranulare Security-Policies und CI-Reporting für Release-Freigaben
  • Erweiterte Prüfschritte für Paket-Integrität und Rollout-Nachvollziehbarkeit
Ausblick Betrieb in größerem Maßstab
  • Weitere Härtung von Observability, Auditierbarkeit und Rollout-Automatisierung
  • Kontinuierliche technische Dokumentation für Träger- und Schul-IT-Prozesse
  • Standardisierte Betriebsprofile für kleine, mittlere und große Schulträger